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Ohne Bienen keine Bestäubung, ohne Bestäubung kein Saatgut

 

Unsere Lotte Karotte braucht, wie viele andere Pflanzen, zur sortenreinen Vermehrung eigene Bienen und ein schützendes Dach. Nur so kann sie sich vermehren. Nur so bleibt sie wirklich sie selbst. Und nur so bleibt sie für uns alle als Nahrungsgrundlage in Zukunft erhalten. Insgesamt benötigen wir 10 „Bienenwohnungen” (= Isolations-Tunnel), wovon ein Stück 2.900,- Euro kostet. Bitte helfen Sie mit!

 

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Helfen Sie uns, insekten-bestäubten Gemüsepflanzen wie Karotten, Pastinaken, Melanzani und vielen anderen ein sicheres zu Hause für die sortenreine Vermehrung zu geben. Damit außergewöhnliche Gemüseraritäten in eigenen Bienen-Wohnungen professionell vermehrt werden können, und ihr Saatgut an nächste Generationen weitergegeben werden kann.

Gut zu wissen:

 

Wer ist Lotte Karotte? Lotte Karotte ist ein Künstlername. Im bürgerlichen Leben hört sie auf den Sortennamen ‚Purple Dragon‘. Ihre Kennzeichen sind die violett-purpurne Schalenfarbe und die orange Innenfärbung. Die Sorte weist einen feinen, süß-aromatischen Geschmack auf. Sie ist rasch-wüchsig, daher sind noch sehr späte Aussaaten möglich. Ihre schönen Wurzeln eigenen sich zum Frischverzehr, zum Entsaften und zum Kochen. Außerdem ist der purpurne Drache eine gute Lager-Karotte.
‚Purple Dragon‘ ist zwar selbst eine Neuzüchtung. Aber sie muss als samenfeste Sorte genau so wie ihre gefährdeten KollegInnen ‚Marktgärtner‘, ‚Winter Perfektion‘, ‚Duwickler‘ u.v.a. für die sortenreine Vermehrung von anderen Karotten, auch den Wildkarotten, die in jeder Wiese vorkommen, isoliert werden.

Warum braucht Lotte Karotte eigene Bienen? Lotte ist ein so genannter Fremdbefruchter. In Lottes Fall heißt das, dass sie über männliche und weibliche Teile in einer Blüte verfügt. Aber die Pollen sind vor der Narbe bereit für die Befruchtung. Bienen bringen also Pollen von einer Blüte auf die Narbe einer anderen Blüte. Dabei ist wichtig, dass sie nur von Lotte-Blüte zu Lotte-Blüte fliegen. Darum eigene Bienen in einer eigenen Wohnung. Denn wenn die Blüten einer Purple Dragon mit der jeder Wiese vorkommenden Wildkarotte oder einer anderen Karottensorte bestäubt würde, dann würden die Purple Dragons bald alle klein, weiß und runzelig aussehen. Und auch ziemlich fasrig und fad schmecken.
Wichtig: Ohne Bienen keine Bestäubung, ohne Bestäubung kein Saatgut.

Wer macht die ganze Arbeit in der Bienenwohnung? Hauptsächlich sind bei Karotten die Rote Mauerbiene, die Gehörnte Mauerbiene, die Mistbiene und Fliegen im Einsatz. Sie tun das aber nicht als Liebesdienst für Lotte. Die Bestäubung ist eher ein Nebeneffekt der Nahrungssuche für ihren Nachwuchs.

Geht es den Insekten gut? Sind sie für immer eingesperrt? Die Insekten werden als Larve in die Bienenwohnung übersiedelt. Sie schlüpfen direkt in ihrem neuen zu Hause. Dort steht ihnen auch über die ganze Saison Nahrung – herrliche Blüten von Lotte & Co – zur Verfügung. Und vor allem auch feuchte Erde. Die ist besonders wichtig: Denn zur Eiablage in die vorhandenen Bambusröhrchen brauchen die Bienen Material zum Abschließen ihrer Brutkammern. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen und leben von den Pollenvorräten in den Nisthöhlen, bis sie sich im Sommer darin verpuppen. Im Herbst können die Puppen entnommen und bis zum nächsten Frühjahr im Kühlschrank aufbewahrt werden. Und dann geht alles wieder von vorne los. Die ARCHE NOAH GärtnerInnen achten besonders auf gesunde, gut versorgte Bienchen, denn die besten Bestäuberinnen sind befruchtete Weibchen, die Pollen für ihren Nachwuchs sammeln.

Wie schaut die Bienenwohnung aus? Optisch ähnelt die Bienenwohnung einem Folientunnel mit Netzbespannung. Die Wohnungen für Lotte und ihre Bienen sind ca. 5 mal 10 Meter groß. Sie werden von Februar bis Oktober bepflanzt und bewirtschaftet. Die ganze Saison über blüht etwas in jeder Bienenwohnung: Zuerst Kohl, dann Zwiebel und Karotten, später Gurken und Melonen.

 

ARCHE NOAH Bienenwohnung

 

Was ist sortenreine Vermehrung? Vermehrung bedeutet, dass man mithilfe verschiedener gärtnerischen Techniken von einer Pflanze Saatgut nimmt. Sortenrein ist Saatgut dann, wenn in der Vermehrung darauf geachtet wird, dass es zu einer Bestäubung von Pflanzen nur einer Sorte gekommen ist.

Was sind samenfeste Sorten? Samenfeste Sorten werden solche Sorten genannt, die ihre spezifischen Eigenschaften an die nachfolgenden Generationen weitergeben und sich – im Gegensatz zu Hybridsorten – zum Nachbau eignen. Wird also das Saatgut einer solchen Gruppe von Pflanzen geerntet und wieder ausgesät, wachsen daraus fruchtbare Nachkommen, die in etwa den Elternpflanzen gleichen.

Warum samenfeste Sorten? An die 70% aller Karotten-Handelssorten sind Hybridsorten. „Moderne” Züchtung beschäftigt sich fast ausschließlich mit Hybridsorten. Diese können nicht von den LandwirtInnen nachgebaut werden und schaffen damit Abhängigkeit. ARCHE NOAH erhält 40 samenfeste Sorten und Herkünfte in der Vermehrung und 20 weitere samenfeste Handelssorten als Sicherheitsbackup. Sie alle müssen regelmäßig – wie Lotte Karotte – in Bienenwohnungen vermehrt werden.

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